Rückwärts sicher reisen. Rund 50% der Eltern achten bei Kindersitzen nicht auf notwendige Sicherheitsaspekte

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Frankfurt am Main, 06.06.2016. Ein Autounfall mit dem Nachwuchs an Bord ist für viele Eltern unvorstellbar – aber nicht unwahrscheinlich. 2015 ist die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland erneut gestiegen (bereits das zweite Jahr in Folge). 3.475 Menschen starben auf deutschen Straßen, über 350.000 Personen wurden verletzt. Gerade für die kleinsten Passagiere wünschen sich Eltern höchste Sicherheit. Doch nicht immer setzen sie diesen Wunsch auch konsequent um. Welche Aspekte bei der Wahl eines neuen Kindesitzes eine Rolle spielen und wie lange der Nachwuchs in der sichersten Position, also rückwärtsgerichtet, sitzt – diesen Fragen ging Diono, Hersteller von Kindersitzen und Reisezubehör, in seiner aktuellen Marktstudie von YouGov auf den Grund.
Deutsche Eltern vertrauen auf Siegel und Testberichte: Das bestätigt die aktuelle Marktstudie des Meinungsforschungsinstituts YouGov (Befragungszeitraum 05. – 08.05.2016). Rund 71 Prozent der 500 befragten Eltern mit Kindern zwischen 0 und 10 Jahren gaben an, sich an Siegeln wie TÜV oder GS zu orientieren, wenn es um den Kauf eines neuen Kindersitzes geht. Als zweithäufigste Antwort mit 57 Prozent (bei möglicher Mehrfachnennung) wurden unabhängige Testberichte genannt. Kundenbewertungen, Empfehlungen durch Freunde oder persönliche Beratung liegen mit rund 40 Prozent im Mittelfeld. Das heißt: Eltern informieren sich vor dem Kauf eines Kindersitzes recht umfassend. Aber achten sie auch auf notwendige Sicherheitsaspekte und greifen tatsächlich zum sichersten Produkt? Leider nein.

5 Mal sicherer im Reboarder
Vor allem in Schweden ist das Thema Kindersitz ein großes Thema. Hier belegen Studien der Versicherungsgesellschaft Folksam sowie der „Plus Test“ , dass Kinder rückwärtsgerichtet 5 Mal sicherer fahren. Auch in Deutschland wird dieser so genannte Reboarder immer wieder diskutiert. Laut Gesetz müssen Kinder bis 9 Kilogramm in einer Babyschale rückwärtsgerichtet fahren. Die europäische i-Size Norm besagt sogar, dass Kinder bis 15 Monate rückwärtsfahren müssen. Die Norm trat bereits 2013 in Kraft, wird aber erst 2018 gesetzlich vorgeschrieben.

Trotzdem fallen die Ergebnisse der Frage nach der Nutzung eines Reboarders erschreckend niedrig aus: Nur 25 Prozent der Teilnehmer gaben an, ihr Baby bis zum 15. Monat rückwärtsgerichtet fahren zu lassen. In den darauffolgenden Kindersitzgruppen I (bis 18 kg) und II (bis 25 kg)verwenden nur 10 Prozent beziehungsweise 8 Prozent der befragten Eltern einen Reboarder. 53 Prozent nutzen gar keinen. „Rückwärtsgerichtete Sitze sind sicherer. Muss der Fahrer bei einem Unfall abrupt bremsen, wird das Kind in den Sitz gedrückt und die Halswirbelsäule geschont. Dagegen schnellt bei einem Aufprall der Kopf vorwärts sitzender Kinder nach vorn. Er ist im Verhältnis zu dem eines Erwachsenen um 20 Prozent größer und damit auch schwerer. Ein starkes Bremsmanöver kann für die noch nicht vollständig entwickelte Wirbelsäule schwere Folgen haben – bis hin zum Genickbruch“, erklärt Sebastian Brunnstein, Reboarder-Spezialist der Zwergperten Witten.

5-Punkt-Gurt für zusätzlichen Schutz
Nicht nur in Bezug auf die Nutzung von Reboardern brachte die Studie bedenkliche Zahlen zum Vorschein. Auf die Frage, ob die Eltern für ihre Kleinen einen Sitz mit 5-Punkt-Gurt-System verwenden, verneinten 43 Prozent. Mit diesem Gurt-System wird der Nachwuchs über fünf Fixierpunkte angeschnallt und fest im Kindersitz gehalten. Anders als durch die Fixierung des Kindes mit einem fest installierten 3-Punkt-Gurt. Diese Technik wird bereits seit Langem im Rennsport eingesetzt. Die Aufprallkräfte werden absorbiert und das Verletzungsrisiko minimiert. Nur 34 Prozent der Eltern besitzen einen Sitz mit 5-Punkt-Gurt in Gruppe I (bis 18 kg). Dagegen nutzen nur 19 Prozent der Eltern mit Kindern in Gruppe II (bis 25 kg) diese Art von Kindersitz.

Die Zahlen zeigen: Deutsche Eltern legen zwar großen Wert auf Rezensionen und Testberichte, achten aber beim Kauf zu wenig auf die empfohlenen Sicherheitsaspekte. Auch die Richtlinien der i-Size Norm wird nur von 25 Prozent der befragten Eltern eingehalten.

Der Kombi-Reboarder Radian 5
Der neue Kombi-Reboarder kann vom Baby bis zu einem Gewicht von 25 kg, beziehungsweise 7 Jahren, rückwärtsgerichtet genutzt werden (Kindersitzklassen 0 – II). Aber auch in vorwärts gerichteter Position bietet der Sitz einen umfassenden Schutz. Der 5-Punkt-Gurt sorgt für optimale Sicherheit. Die Seitenteile und Kopfstütze sind höhen- und breitenverstellbar und wachsen mit dem Nachwuchs mit. Zusätzlich ist der Radian 5 mit einem durchgängigen Stahlrahmen und metallverstärkten Seitenteilen ausgestattet. Diese verhindern bei einem Unfall eine Verformung des Sitzes. Die Memoryschaum-Polsterung absorbiert nicht nur Aufprallkräfte, sie ist auch besonders bequem. So wird die nächste Autofahrt in den Familienurlaub mit Sicherheit zum Vergnügen.