SPD-Chefin verlangt weitere Verbesserungen für Familien

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Foto: Vater, Mutter, Kind (über dts Nachrichtenagentur)
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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken fordert nach der Verlängerung der Lohnfortzahlung für Eltern in der Coronakrise weitere Verbesserungen für Familien. Konkret gehe es dabei um „die Möglichkeit einer partnerschaftlich reduzierten Familienarbeitszeit“, wobei das verminderte Einkommen durch ein Familiengeld unterstützt werden solle, sagte Esken den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ (Donnerstagsausgaben). „Ich setze darauf, dass auch die CDU/CSU die besondere Belastung der Familien in Zeiten von Corona nicht übersehen kann“, so die SPD-Politikerin weiter.

Gerade in Zeiten der Coronakrise, wo Kitas und Schulen aus Infektionsschutzgründen „auch mittelfristig keine Vollzeitbetreuung anbieten“ würden, „könnte die Familienarbeitszeit den Eltern Mittel an die Hand geben, bei der Vereinbarung von Familie und Beruf eigene, selbstbestimmte Wege zu gehen“, so Esken. Zur Verlängerung des maximalen Bezugszeitraums der Lohnersatzleistung für Eltern in der Coronakrise sagte die SPD-Chefin: „Das wurde aber auch Zeit – denken jetzt sicher viele Eltern, wenn sie die Nachricht über die Verlängerung der Lohnfortzahlung wegen fehlender Kinderbetreuung hören.“ Die SPD habe sich in dieser Frage in der Großen Koalition durchgesetzt.

„Dabei ist nicht nur die Bezugsdauer entscheidend für den Nutzen der Regelung“, sagte Esken den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“. Es sei vor allem die Flexibilität: „Mütter und Väter können ihr Zeitbudget innerhalb der Lohnfortzahlung tageweise portionieren und aufteilen – und so optimal an ihre Bedarfe anpassen“, so die SPD-Chefin.