DAAD-Präsidentin fordert Reformen an Hochschulen

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Foto: Bücher in einer Bibliothek (über dts Nachrichtenagentur)

 
 
 

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Präsidentin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), Margret Wintermantel, fordert Reformen an den Hochschulen, damit angehende Englisch-, Französisch- und Spanischlehrer häufiger ein Auslandssemester einlegen. „Die Auslandsaufenthalte sind im Curriculum meist nicht vorgesehen, die Studienprogramme lassen den Studierenden auch praktisch kaum Raum dafür“, sagte sie dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Freitagausgaben). „Schlimmer noch: Wenn sie ins Ausland gehen, haben sie hinterher oft Schwierigkeiten, sich ihre Studienleistungen anerkennen zu lassen“, fügte die DAAD-Präsidentin hinzu.

„Da muss sich an den Hochschulen dringend etwas ändern.“ Vor allem brauche es auch mehr Partnerschaften mit ausländischen Universitäten. Denn viele Hochschulen täten sich noch immer schwer, den Lehramtsstudenten entsprechende Angebote zu machen.

Laut Angaben des DAAD hat etwa jeder dritte junge Englisch-, Französisch- und Spanischlehrer während des Studiums kein Auslandssemester oder -praktikum gemacht. „Wie glaubwürdig können sie im Klassenraum für ihre Schüler sein, wenn sie den Alltag in dem anderen Land nur aus der Literatur kennen?“, sagte Wintermantel mit Blick auf die angehenden Lehrer. „Es ist für den Unterricht extrem wichtig, Erfahrungen auch mit verschiedenen Sprachvarietäten gemacht zu haben“, erklärte sie.