Himbeerblättertee: Anwendung und Wirkung in der Schwangerschaft

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Die Wirkung von Himbeerblättertee ist vielseitig. Der Tee wird vor allem in der Schwangerschaft eingesetzt und soll die Geburt erleichtern. Hier erfährst du mehr über Wirkungen, Anwendung und Dosierung.

Obwohl wissenschaftlich noch nicht eindeutig erwiesen, ist Himbeerblättertee ein altbewährtes Hausmittel: Schon seit jahrhunderten nehmen Frauen den Tee in der Schwangerschaft zu sich. Er soll sich positiv auf Körper und Seele auswirken – bei richtiger Einnahme soll er außerdem die Geburt erleichtern und Schmerzen reduzieren.

Studien haben gezeigt, dass Himbeerblättertee:

die zweite Wehenphase verkürzen kann,
das Risiko von Eingriffen wie einem Kaiserschnitt oder dem Einsatz von einer Zange oder Saugglocke senkt und
einem Dammriss und einer Frühgeburt oder Übertrag vorbeugen kann.

Wirkung von Himbeerblättertee

Neben den durch Studien erwiesenen Wirkungen von Himbeerblättern werden der Pflanze viele weitere positive Effekte nachgesagt. Viele davon sind nicht unbedingt wissenschaftlich erwiesen, dafür aber durch langjährige Erfahrung bestätigt.

Der Tee wird sowohl bei Schwangerschaftsbeschwerden als auch zur Geburtsvorbereitung erfolgreich eingesetzt:

Zur Förderung der Wehen: Himbeerblätter wirken durchblutungsfördernd und können den Muttermund und die Beckenbodenmuskulatur auflockern und entkrampfen. Gleichzeitig wird auch die Muskulatur des Darms und der Gebärmutter angeregt und die Wehen dadurch gefördert.
Schmerzlindernd: Die entkrampfende Wirkung der Blätter soll sich außerdem Schmerzen verringern.
Zur Vorbeugung von Fehlgeburten
Zur Förderung der Milchproduktion
Gegen Schwangerschaftsübelkeit
Als Einnahmequelle wichtiger Inhaltsstoffe: Himbeerblätter sind reich an Vitaminen A, B, C, E, Gerbstoffen, Flavonoiden, sowie Eisen, Kalzium, Magnesium und Mangan.
Als Stimmungsaufheller: Das Magnesium in den Himbeerblättern wirkt beruhigend auf das Nervensystem und kann psychische Ausgegelichenheit in der Schwangerschaft begünstigen.

Wirkung, Anwendung und Dosierung in der Schwangerschaft

Da Himbeerblättertee die Durchblutung fördern und damit Wehen anregen kann, solltest du ihn nicht vor der 34. Schwangerschaftswoche (SSW) einnehmen!

Die genaue Dosierung solltest du unbedingt mit deiner Hebamme oder Ärztin besprechen. Die Einnahme steigerst du am besten ab der 34. SSW bis zur Geburt und machst zwischendurch immer mal wieder eine Pause, damit der Tee seine Wirkung entfalten kann. So vermeidest du auch eine Überdosierung. Eine mögliche Dosierung kann zum Beispiel so aussehen:

In der 34. und 35. SSW eine Tasse Tee am Tag
36. SSW Pause
37. SSW zwei Tassen Tee am Tag
38. SSW Pause
39. SSW bis zu drei Tassen am Tag
40. SSW Pause

Wenn du kurz vor der Geburt die Wehen einleiten möchtest, kannst du, nach Absprache mit deiner Hebamme, bis zu vier Tassen am Tag trinken. Während der Geburt solltest du den Tee nicht mehr einnehmen.

Zubereitung von Himbeerblättertee

Himbeerblätter kannst du in jeder Apotheke, im Reformhaus, Bioladen, Teefachhandel oder im Internet kaufen.

Achte immer darauf, dass du den Tee regional und in Bio-Qualität kaufst, um weniger Schadstoffe zu dir zu nehmen. Da Himbeersträucher in Deutschland gut gedeihen, kannst du die Blätter auch wild ernten oder Himbeeren selbst anpflanzen. Den Tee kannst du dann ganz einfach zubereiten:

Übergieße für eine Tasse einen Teelöffel Himbeerblätter mit kochendem Wasser.
Lasse den Sud 10 bis 15 Minuten ziehen.
Gieße den Tee durch ein Sieb.

Wichtig: Übergieße die Blätter unbedingt mit kochendem Wasser, da du so eventuelle Keime unschädlich machst.